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05/2015

Wir erklären ausdrücklich, dass wir in keiner Beziehung zu den Verlagen der bezeichneten Zeitschriften stehen und auch mit den Inhalten nichts zu tun haben. Es findet keine Verlinkung zu den Angeboten der Verlage statt. In der Online-Bibliothek werden keine Texte von Dritten übernommen, sondern nur Informationen über Zeitschrifteninhalte veröffentlicht.

  • Autor: Dr.-Ing. Heinz Meichsner/Prof. Dr.-Ing. habil. Stefan Rohling
  • Autor: Dipl.- Ing. Beate Nutsch-Kohlsdorf/Prof. Dr.-Ing. Christoph Dauberschmidt/Dipl.- Ing. (FH) Stephan Vestner

    Bei der Instandsetzung von Tiefgaragen wird meist der Fokus auf die Sicherstellung der Dauerhaftigkeit der vorhandenen Bewehrung gelegt. So werden Wandfüße, bei denen die Bewehrung durch chloridinduzierte Korrosion geschädigt bzw. gefährdet ist, aufwändig instand gesetzt, ohne dass die statische Notwendigkeit dieser Bewehrung überprüft wird. Die vorgestellten statischen Betrachtungen ergeben, dass in vielen Fällen die Wandfuß-Bewehrung statisch nicht erforderlich ist. Wird der Bauherr hinreichend über die möglichen Risiken aufgeklärt, kann auf eine Instandsetzung dieser Wandbereiche aus statischer Sicht verzichtet werden.

    ...

  • Autor: Ingo Rademacher

    Die Zunahme an Funktionsflächen und die wachsende Bedeutung des gesunden und ökologischen Wohnungsbaus stellen erhöhte Anforderungen an die Art der Anstriche sowie an das richtige Vorgehen bei Renovierungen.

    Zu den Funktionsflächen und den »gesunden« und »ökologischen« Wandaufbauten gehören z.B. Klima-, Anti-Schimmel- und Lehmputze im Wohnungsbau. Derartige Putzsysteme ermöglichen eine
    optimierte Feuchteaufnahme in Innenräumen und versprechen eine bessere Innenraum-Bauklimatik. Auch spezielle schadstoffabsorbierende bzw. schadstoffadsorbierende Putzmörtel werden angeboten und sind voll im Trend.

  • Autor: Dipl.-Ing. Wolfram Steinhäuser

    Neben der Feuchteproblematik sind Geruchsbeanstandungen die häufigsten Anlässe von Reklamationen in der Fußbodenbranche. Bei den Auseinandersetzungen um Gerüche stehen leider vor allem Emotionen und nicht die Fakten im Mittelpunkt. Bei nahezu allen Geruchsreklamationen vermuten Bauherrn und Nutzer, dass die Ursache für die auftretenden Gerüche den neu verlegten Bodenbelägen bzw. dem Parkett und den Verlegewerkstoffen zuzuordnen sind. Die Hersteller des Bodenbelages und der Verlegewerkstoffe sind dann in der Regel gleichzeitig »Angeklagter« und »Gutachter«. Man erwartet von ihnen die Aufklärung der Geruchsursache unabhängig davon, ob sie verantwortlich gemacht werden können oder nicht. Die Erwartungshaltung der Bauherrn, Planer, Architekten und Vermieter lauten dann häufig, den neu verlegten Oberbelag und die Verlegewerkstoffe zu entfernen und eine Neuverlegung durchzuführen, auch wenn die Ursache nicht geklärt ist. Die vorschnelle Schlussfolgerung, dass Emissionen aus den Oberbelägen und/oder den Verlegewerkstoffen zu Geruchsbelästigungen führen, ist eindeutig abzulehnen.

  • Autor: Michael Silberhorn
  • Autor: Christian Burkhart
  • Autor: Steffen Hettler
  • Autor: Melita Tuschinski

    Der Beitrag gibt einen Überblick, was Bausachverständige bei der Beratung, Planung und Nachweisführung von neuen Wohn- und Nichtwohngebäuden beachten sollten.

    Zunächst die gute Nachricht: Bausachverständige dürfen noch dieses Jahr einem Bauboom entgegensehen, denn so mancher Bauherr wird sein Neubau-Vorhaben auf jeden Fall noch 2015
    beginnen wollen. Die Medien haben die Gründe für die Eile vielfach mit kritischen Berichten geschürt: Ab 2016 verschärft die Energieeinsparverordnung (EnEV 2014)1 die energetischen Anforderungen an neue Wohn- und Nichtwohnbauten und erhöht damit unweigerlich auch die Baukosten. Der Beitrag bringt eine Übersicht (siehe Tabelle 1) und erläutert die wichtigsten Aspekte der Verschärfung.

  • Autor: Ingo Kern

    Der Bau einer eigenen Immobilie beeinflusst das Leben in ungeahnter Weise. Aus diesem Grund realisieren die meisten Menschen dieses Vorhaben nur ein einziges Mal in ihrem Leben. Intransparente Klauseln im Bauvertrag können dabei zu überraschenden Regelungen für den Erwerber und Bauträger führen. Manche Baubeschreibungen lesen sich für den Profi wie eine Ansammlung von Selbstverständlichkeiten, ohne dass die wichtigen Informationen genannt werden.

    ...

  • Autor: Caroline Siegel/Johannes Traut
  • Autor: Frank-Georg Pfeifer

    Besprechung des BGH-Urteils vom 6.5.2015 (Az. VIII ZR 161/14) zur Vermieterhaftung bei Tod eines Wohnraummieters durch Legionelleninfektion und insbesondere zur Vermieterpflicht zur regelmäßigen Trinkwasseruntersuchung.

  • Autor: Andreas Koenen

    In der Praxis findet häufig eine Vermischung zwischen der Frage der Mangelhaftigkeit und dem Ablauf der Mangelhaftungsfrist statt. So wird teilweise die (irrige) Ansicht vertreten, ein Dach müsse nur fünf Jahre halten. Dies führt regelmäßig zu Problemen bei der Begutachtung, die vermieden werden können und sollten. Der Autor beschäftigt sich in seinem Beitrag mit der notwendigen Abgrenzung zwischen der Beurteilung durch den Sachverständigen, ob ein Mangel vorliegt, auf der einen und der Dauer der Mangelhaftungsfrist auf der anderen Seite.

  • Autor: BGH, Beschluss vom 30.7.2015 - VII ZR 70/14

    1. Ein Mangel liegt auch dann vor, wenn eine Abweichung von der vereinbarten Beschaffenheit nicht zu einer Beeinträchtigung des Werts oder der Gebrauchstauglichkeit des Werks führt.

    2. Wirkt sich eine Abweichung von der vereinbarten Beschaffenheit nicht oder nur in geringem Maße nachteilig aus, kann dies zwar die Prüfung veranlassen, ob Mängelansprüchen des Auftraggebers der Einwand entgegensteht, der Mängelbeseitigungsaufwand sei unverhältnismäßig. An dem Vorliegen eines Mangels in derartigen Fällen ändert dies allerdings
    nichts.

  • Autor: BGH, Urteil vom 9.7.201 5 - VII ZR 5/15

    § 17 Nr. 8 Abs. 2 VOB/B (2002) ist dahingehend auszulegen, dass der Auftraggeber eine als Sicherheit für Mängelansprüche erhaltene Bürgschaft nach Ablauf der zweijährigen Sicherungszeit nicht (mehr) zurückhalten darf, wenn diese Mängelansprüche verjährt sind und der Auftragnehmer die Einrede der Verjährung erhebt.

  • Autor: BGH, Urteil vom 11.6.2015 - VII ZR 216/14

    Ist ein Werkvertrag wegen Verstoßes gegen das Verbot des § 1 Abs. 2 Nr. 2 SchwarzArbG vom 23.7.2004 nichtig, steht dem Besteller, der den Werklohn bereits gezahlt hat, gegen den Unternehmer kein Rückzahlungsanspruch unter dem Gesichtspunkt einer ungerechtfertigten Bereicherung zu.

  • Autor: LG Mönchengladbach, Urteil vom 17.6.2015 - 4 S 141/14

    1. Ein Unternehmer, der mit Bauleistungen im weiteren Sinne betraut ist, hat seine Arbeiten so auszuführen, dass öffentlich-rechtliche Vorschriften eingehalten werden und die Errichtung in baupolizeilich ordnungsgemäßer Weise erfolgt, insbesondere bauordnungsrechtlich genehmigungsfähig ist.

    2. Verwendet der Unternehmer Bauprodukte, die entgegen § 20 Abs. 1 BauO-NW weder ein Übereinstimmungszeichen noch die Konformitätskennzeichnung der Europäischen Gemeinschaft (CE-Kennzeichnung) tragen, stellt sich das Werk regelmäßig als mangelhaft dar. Ob die Produkte die Voraussetzungen für eine entsprechende Kennzeichnung erfüllen, ist in diesem Zusammenhang unbeachtlich.

  • Autor: OLG Celle, Urteil vom 10.6.2015 - 14 U 180/14

    1. Hat ein Architekt eine genehmigungsfähige Planung übernommen, so hat er seine vertraglich zugesagte Leistung nicht mangelfrei erbracht, wenn die angestrebte Baugenehmigung zunächst zwar erteilt, jedoch später von Dritten erfolgreich angefochten worden ist.

    2. Eine Haftung des Architekten kann jedoch im Einzelfall wegen schwerwiegenden Eigenverschuldens des Bauherrn entfallen, wenn diesem die Risiken der mangelnden Genehmigungsfähigkeit der Planung bekannt sind und er trotz ihm bekannter Hindernisse und rechtzeitigem Hinweis des Architekten vor »Rechtskraft« der Baugenehmigung mit dem Bauvorhaben beginnt und dieses fortsetzt.

  • Autor: BGH, Beschluss vom 21.5.2015 - VII ZR 8/15

    1. Die Anlegung von Dehnungsfugen im Baukörper gehört zu den konstruktiven Aufgaben. Für deren Einplanung ist in erster Linie der Statiker verantwortlich, daneben der planende und - falls sie nicht in den Bauzeichnungen vorgesehen sind - auch der die Bauleitung oder die Bauaufsicht führende Architekt.

    2. Der Bauherr darf sich bei der Beauftragung eines Statikers und eines Architekten darauf verlassen, dass diese in der erforderlichen Weise zusammenwirken.

  • Autor: BGH, Beschluss vom 11.6.2015 - VII ZR 116/13

    Die fünfjährige Verjährungsfrist für Schadensersatzansprüche gegen den Architekten beginnt mit der Abnahme der Architektenleistung zu laufen. Fehlt es an einer Abnahme, läuft die Verjährungsfrist ab dem Zeitpunkt, ab dem der Auftraggeber keine Erfüllung des Vertrags mehr verlangt und das vertragliche Erfüllungsverhältnis in ein Abwicklungs- und Abrechnungsverhältnis übergegangen ist. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn der Auftraggeber die Abnahme endgültig verweigert.

  • Autor: LG Gera, Beschluss vom 17.7.2015 - 3 OH 54/12

    1. Es ist nicht Aufgabe des Gerichts, dem Sachverständigen dezidiert vorzuschreiben, wie er die Symptome am Bauwerk dokumentiert und welche Hilfsmittel er hierfür benutzt.

    2. Es obliegt allein dem Sachverständigen, vor Ort die Entscheidung über Hilfsmittel zu treffen.

    3. Nach Entscheidung des Gerichts über eine Befangenheit eines Gutachters ist aus Vertrauensschutzgesichtspunkten eine Nachfrist für den einzuzahlenden Prozesskostenvorschuss
    zu gewähren.

  • Autor: OLG Hamm, Beschluss vom 7.4.2015 - 1 W 1/15

    1. Die Äußerung des gerichtlich bestellten Sachverständigen, dass er bestimmte Konstruktionen als nicht schadensfrei herstellbar ansehe und grundsätzlich einen Planungsfehler annehme, obwohl es andere Fachmeinungen gäbe, begründet nicht die Besorgnis der Befangenheit.

    2. Die Äußerung des gerichtlich bestellten Sachverständigen, er kenne den Inhalt der Gutachten eines bestimmten Privatsachverständigen und er brauche »da nicht einmal hineinzuschauen« begründet nicht die Besorgnis der Befangenheit, wenn aus dem Sachverhalt gleichzeitig ersichtlich ist, dass er gleichwohl beabsichtigt, sich mit dem konkreten Privatgutachten auseinanderzusetzen.

    3. Anhaltspunkte für eine mangelhafte Unparteilichkeit gehen grundsätzlich nicht aus dem Vorwurf mangelnder Sorgfalt, mangelnder Sachkunde oder unzureichender Tatsachenermittlung hervor.