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02/2015

Wir erklären ausdrücklich, dass wir in keiner Beziehung zu den Verlagen der bezeichneten Zeitschriften stehen und auch mit den Inhalten nichts zu tun haben. Es findet keine Verlinkung zu den Angeboten der Verlage statt. In der Online-Bibliothek werden keine Texte von Dritten übernommen, sondern nur Informationen über Zeitschrifteninhalte veröffentlicht.

  • Autor: Joachim Schulz

    Die Gestaltung mit Gesims- bzw. Stuckelementen zur horizontalen Strukturierung von Fassadenflächen kommt zurzeit wieder »in Mode«. Aufgrund der hohen
    energetischen Anforderungen an die Gebäudehülle werden solche Gesimse häufig mit Wärmedämmverbundsystemen (WDVS) verbaut.

  • Autor: Robert Engelfried, Helena Eisenkrein-Kreksch, Joachim Schulz

    Im Zuge der Errichtung einer Stadionanlage sind Außentreppen in Stahlbetonbauweise mit Geländern aus Stahl angebaut worden. Während der Korrosionsschutzphase der Stahlkonstruktion trat eine nicht unerhebliche, administrativ bedingte Ausführungsunterbrechung ein. Diese führte dazu, dass die in der Stahlbauwerkstatt applizierte
    und partiell unvollständige Werkstattbeschichtung im eingebauten Zustand der Geländer vor der Fertigstellung einer unplanmäßig langen Korrosionsbeanspruchung ausgesetzt worden war. Ohne fundierte Statusaufnahme wurde bei Wiederaufnahme der Arbeiten nach einem »wirtschaftlichen« Konzept der Korrosionsschutz fertiggestellt. Die bereits während der Gewährleistungsfrist erkennbaren Korrosionsschutzschäden bedurften zur Aufklärung, neben der in situ Untersuchung, einer gezielten Beprobung mit anschließender Laboruntersuchung, um die Ursache der frühzeitigen Alterung sowie deren Mechanismen bis zur strukturellen Schädigung von Beschichtungssystem und Baustahl aufzuklären.

  • Autor: Bernhard Kopff

    Holz ist ein preiswerter und vielseitiger Baustoff. Deshalb werden gerne einzelne Bauteile wie Auskragungen oder Vordächer aus Holz hergestellt und in sogenannte konventionelle Bauwerke eingefügt. Diese bestehen aber meist aus Kunststeinen und Dämmplatten, die alle erst seit vielleicht 50 Jahren verbaut werden und nur sehr geringe Sorptionseigenschaften aufweisen. Während bei der wirklich traditionellen Bauweise z.B. die Ziegel weicher gebrannt waren und die meisten Baustoffe Feuchtigkeit aufnehmen, weiterleiten und abgeben konnten, fällt das den modernen »konventionellen Baustoffen« eher schwer. Deshalb führt das, in Anlehnung an alte Tradition, ins Bauwerk eingefügte Holz zu Schäden, die früher nicht in der Heftigkeit auftraten. Wenn man alte Gebäude untersucht, so finden sich auch Pilzschäden, die auf Baufeuchte in Verbindung mit eingebautem Holz zurückgeführt werden können. Diese Schäden sind aber meist begrenzt, weil mit der Austrocknung des Gebäudes auch die gesamte Konstruktion austrocknen konnte. Es gab keine Folien und Dämmstoffplatten, hinter denen Wasser ausfallen und einem Pilz für sehr lange Zeit Lebensgrundlage bieten konnte. Um Holz im modernen Baugeschehen richtig und schadensfrei verbauen zu können, bedarf es eines radikalen Umdenkens bei Planung und Ausführung. Dafür will ich nachfolgend ein Beispiel vorstellen:

  • Autor: Josef Reis
  • Autor: Andreas Tretter

    Beschichtungen für Holz sollen den Untergrund gegenüber physikalischen und chemischen Umwelteinflüssen schützen. Die entsprechende Eignung einer Beschichtung wird dabei je nach Verwendungszweck mittels verschiedener DIN-Vorgaben geprüft. Ärgerlich wird es, wenn sich die Beständigkeit eines Beschichtungssystems trotz entsprechender Prüfung
    erst während längerer Zeit der Nutzung unerwartet als unzureichend erweist. Sowohl für Anwender und Endnutzer als auch ggf. für Sachverständige besteht hier ein Test- und Interpretationsbedarf!

  • Autor: Verlag
  • Autor: Dr. jur. Bastian Fuchs, Oliver Nagy

    Neue aktuelle Entscheidungen und wie der Sachverständige professionell mit seiner Rolle und Aufgabe umgeht

  • Autor: Frank-Georg Pfeifer

    Messgeräte unterliegen dem Eichrecht. Das Eichrecht ist im Messund Eichgesetz, dem MessEG sowie in der zu dessen Ausführung ergangenen Mess- und Eichverordnung, der MessEV geregelt. Mit dem 1. Januar 2015 sind das MessEG sowie die MessEV in Kraft getreten. Das neue Eichrecht betrifft in der Wohnungswirtschaft vor allem Kalt- und Warmwasserzähler sowie Wärmezähler. Eichpflichtige Zähler dürfen nach Ablauf der Eichfrist nicht mehr verwendet werden.

  • Autor: Melita Tuschinski, Dominik Krause

    Die Eigentümer von Bestandsgebäuden sind nach der Energieeinsparverordnung (EnEV 2014)1 verpflichtet, verschiedene energetische Modernisierungen vorzunehmen. Diese
    betreffen gegebenenfalls noch vorhandene alte Heizungsanlagen, Zentralheizungen ohne Thermostate, ungedämmte Wärmeverteilungs- oder Warmwasserleitungen und Armaturen in unbeheizten Räumen oder ungenügend gedämmte, oberste Geschossdecken. Für Mieter stellt sich die Frage, ob es zulässig ist, dass ein vermietender Eigentümer die Miete erhöht, nachdem er eine der vorstehenden Sanierungsverpflichtungen an seinem Wohnhaus umgesetzt hat.

  • Autor: Melita Tuschinski, Michael Brieden-Segler, Clemens Schickel

    Seitdem Bauwillige parallel zur Energieeinsparverordnung (EnEV) auch das bundesweite Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) erfüllen müssen, haben sich unter
    Bauherren die Irrtümer und Missverständnisse vervielfacht. Ein »Parade-Beispiel« dafür ist das Thema »Photovoltaik« - kurz: PV. Die EnEV erlaubt es, den Stromertrag unter bestimmten Bedingungen in der Energiebilanz anzurechnen. Das bundesweite EEWärmeG erkennt direkt nur die Solarthermie zur Erfüllung der Nutzungspflicht an, während das landesweite Erneuerbare-Wärmegesetz (EWärmeG) in Baden-Württemberg bei der Heizungserneuerung im Bestand auch die Nutzung von PV berücksichtigt. Der Beitrag zeigt anhand von zwei Praxisbeispielen, wie Bausachverständige die Nachweise nach EnEV und EEWärmeG für neue Wohngebäude führen können, wenn diese auch die Anforderungen für die Förderung als KfW-70-Effizienzhaus erfüllen müssen.

  • Autor: Frank Deitschun

    Die vom GDV, Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. herausgegebene VdS 3151, Richtlinie zur Schimmelpilzsanierung nach Leitungswasserschäden (im Juni
    2014 in ihrer Endfassung erschienen) wurde am 17.02.2015 von dem Mikrobiologen Herrn Dr. Thomas Warscheid, dem Juristen Herrn Prof. Jürgen Ulrich und dem Bausachverständigen
    Herrn Frank Deitschun einer äußerst interessierten Zuhörerschaft aus dem Sach- und Haftpflichtschadensbereich vorgestellt.

  • Autor: BGH, Urt. v. 22.01.2015 - VII ZR 120/14

    In Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Auftraggebers eines Bauvertrags enthaltene Vertragsklauseln, wonach Gewährleistungsansprüche bis zur vorbehaltlosen Annahme der
    Schlusszahlung des Auftraggebers in Höhe von 8 % der Auftrags- bzw. Abrechnungssumme durch Bürgschaften gesichert sind, benachteiligen den Auftragnehmer unangemessen und
    sind daher unwirksam.

  • Autor: OLG München, Urt v. 11.02.2014 - 9 U 5582/10 BGH, Beschl. v. 18.12.2014 - VII ZR 44/14 (NZB zurückgewiesen)

    Wer bei einer offenkundig und eindeutig unklaren Erkenntnissituation über die Verhältnisse im Boden als Auftragnehmer einen Einheitspreis für alle »Bodenarten und -schichten
    des Quartärs« vereinbart, übernimmt damit auch das Baugrundrisiko für Rollkies aus dem Quartär.

  • Autor: OLG Düsseldorf, Urt. v. 21.11.2014 - 22 U 37/14

    Für die Abgrenzung, welche Arbeiten von der vertraglich vereinbarten Leistung erfasst sind bzw. ggf. zusätzlich zu vergüten sind, kommt es auf den durch Auslegung (§§ 133, 157 BGB) zu ermittelnden Inhalt der Leistungsbeschreibung an. Dabei sind das gesamte Vertragswerk und dessen Begleitumstände zu Grunde zu legen, d.h. Baubeschreibung, Leistungsverzeichnis einschließlich abstrakter Vorbemerkungen, Probestücken, Bauzeichnungen, Detailplanungen und auch sämtliche sonstigen Vertragsunterlagen. Eine Zeichnung besitzt dabei vertraglich grundsätzlich die gleiche Bedeutung wie das geschriebene Wort oder die geschriebene Zahl in der Leistungsbeschreibung, zumal eine Zeichnung weit eher geeignet ist, Art und Umfang der gewollten Leistung zu bestimmen.

  • Autor: OLG Frankfurt, Urt. v. 29.09.2014 - 1 U 283/12

    Die Fälligkeit der Werklohns setzt die Abnahme oder die Abnahmefähigkeit des Werks voraus. Liegen wesentliche Mängel vor, fehlt es an der Abnahmefähigkeit. Fehlt es an der Abnahme und der Abnahmefähigkeit, ist die Klage als derzeit unbegründet abzuweisen.

  • Autor: BGH, Urt. v. 18.12.2014 - VII ZR 350/13

    Zur intertemporalen Anwendbarkeit der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (2009) bei stufenweiser Beauftragung eines Architekten.

  • Autor: OLG Stuttgart, Urt. v. 21.10.2014 - 10 U 70/14

    Für die Ermittlung der anrechenbaren Kosten kann der Architekt von seinem Auftraggeber Auskunft über die Höhe der Kosten verlangen, wenn er diese nicht ohne dessen Mitwirkung ermitteln kann. Sind Kosten nach Objekten aufzuteilen, kann vom Auftraggeber nicht erwartet werden, dass er einen Sachverständigen zu Hilfe nimmt. Zumutbar ist es aber,
    den Architekten in die maßgeblichen Unterlagen Einsicht nehmen zu lassen.

  • Autor: KG, Beschl.v. 01.09.2014 - Verg 18/13

    Vergabeverfahren für Leistungen nach HOAI, die auf Grundlage der HOAI 2009 ausgeschrieben und nicht bis zum 17.07.2013 beauftragt wurden, sind danach aufzuheben und
    neu auszuschreiben. Der Abschluss eines Vertrags zur Erbringung und Vergütung von Leistungen gemäß der HOAI 2009 ist mit Inkrafttreten der HOAI 2013 unmöglich geworden. Es
    stellt eine gemäß § 101b Abs. 1 Nr. 2 GWB unzulässige De-facto-Vergabe dar, wenn die Leistungen ohne erneute Ausschreibung nach HOAI 2013 vergeben werden.

  • Autor: OLG Köln, Beschl. v. 26.09.2014 - 19 W 31/14

    1. Es kann einen Ablehnungsgrund darstellen, wenn ein Sachverständiger ungefragt mit seinen Feststellungen über die durch den Beweisbeschluss vorgegebenen Beweisfragen
    hinausgeht und vom Auftrag nicht umfasste Fragen beantwortet. Das ist der Fall, wenn er dem Gericht oder den Parteien den aus seiner Sicht für richtig gehaltenen Weg der Entscheidungsfindung weist.

    2. Es liegt keine Befangenheit vor, wenn der Sachverständige nach seiner individuellen Bewertung im Einzelfall zu einer begründeten Bewertung gelangt, die von der herrschenden Meinung abweicht.

    3. Fehler im Gutachten, die der Komplexität des Auftrags und dem Umfang der Akte geschuldet sind, können die Besorgnis der Befangenheit nicht rechtfertigen.

  • Autor: OLG Bremen, Beschl. v. 11.08.2014 - 5 W 26/14

    Überschreitet ein Sachverständiger seinen Gutachtenauftrag und beantwortet Fragen, die das Gericht nicht gestellt hat, so kann dies ein Ablehnungsgesuch wegen der Besorgnis
    der Befangenheit seitens einer Partei rechtfertigen. Ob das der Fall ist und ob der Sachverständige überhaupt seinen Gutachtenauftrag überschritten hat, hängt von allen Umständen des Einzelfalls ab. Das Ablehnungsgesuch ist nicht begründet, wenn die Antworten des Sachverständigen im Gutachten mit einer zwar weiten, aber noch zulässigen Interpretation der Fragestellungen des Beweisbeschlusses vereinbar sind.

  • Autor: OLG Köln, Beschl. v. 13.01.2015 - 24 U 180/12

    Zur Beschleunigung des Rechtsstreits ist die Festsetzung eines Ordnungsgelds gegen den Sachverständigen geboten, wenn dieser trotz Nachfristen das von ihm zu erstattende
    Gutachten nicht vorlegt.