Navigation öffnen / schließen

02a/2015

Wir erklären ausdrücklich, dass wir in keiner Beziehung zu den Verlagen der bezeichneten Zeitschriften stehen und auch mit den Inhalten nichts zu tun haben. Es findet keine Verlinkung zu den Angeboten der Verlage statt. In der Online-Bibliothek werden keine Texte von Dritten übernommen, sondern nur Informationen über Zeitschrifteninhalte veröffentlicht.

  • Autor: Prof. Dr. Rainer Schröder, Berlin

    Der Werkvertrag gehört zu den komplexesten
    Regelungsinstituten der Rechtswissenschaft. Das
    sollte schon mit Blick auf die Rechtsgeschichte niemanden überraschen, bereitete es doch bereits den römischen Juristen große Schwierigkeiten, einen Vertragstypus zu umreißen, der so unterschiedliche Aufgaben wie das Schnitzen eines Löffels und die
    Errichtung des Kolosseums unter einen Hut bringen sollte.

  • Autor: Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht Philipp Hummel, Bonn

    Der Prüf- und Hinweispflicht des Unternehmers kommt in der Abwicklung von Bauverträgen eine
    zentrale Bedeutung zu. Sie betrifft das schwierige Verhältnis zwischen den Vorgaben des Bestellers, dessen Planung oder den Leistungen anderer Baubeteiligter und deren Auswirkungen auf die Pflicht des ausführenden Unternehmers, ein den vertraglichen Anforderungen entsprechendes Werk zu errichten. In dieser Schnittstelle liegt oft eine wichtige Weichenstellung für einen erfolgreichen Projektverlauf, mit der gerade auch der ausführende Unternehmer kraft seiner Fachkunde gefordert ist, den Auftraggeber vor Schaden zu bewahren.

  • Autor: Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht Prof. Dr. Mathias Preussner, Konstanz

    Die in §635 BGB geregelte Nacherfüllung beinhaltet zunächst den Anspruch des Bestellers, vom Unternehmer zu verlangen, dass dieser nach seiner Wahl den Mangel beseitigt oder ein neues Werk herstellt. Die Nacherfüllung ist aber auch noch unter einem anderen Blickwinkel, nämlich aus der Sicht des Unternehmers, zu betrachten. Der Unternehmer hat ein hohes Interesse daran, dass er - und nicht ein anderer - den Mangel beseitigen darf:

  • Autor: Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht Dr. Walter Klein, Köln

    Der Anspruch des Auftraggebers auf Nacherfüllung gegen den Architekten spielt in der Praxis
    keine zentrale Rolle. Wird dem Architekten eine Pflichtverletzung in Form einer mangelhaften Leistung vorgeworfen, macht der Auftraggeber regelmäßig einen Schadensersatzanspruch geltend.
    Hat sich der Mangel der Architektenleistung bereits am Bauwerk realisiert, erhält der Auftraggeber Schadenersatz, der sich aus den Sanierungskosten einerseits und den „Regiekosten" andererseits zusammensetzt. Dabei wird regelmäßig nicht probiematisiert, ob dem Auftraggeber ein Mängelanspruch vor Abnahme gegen den Architekten überhaupt zusteht. Es wird auch nicht näher betrachtet, ob - jedenfalls im Hinblick auf die „Regiekosten" - eine Frist zur Nacherfüllung zu setzen war. Für den Architekten ist dies deshalb besonders problematisch, weil die Schäden im Zusammenhang mit der Erfüllung nicht dem Versicherungsschutz unterliegen; hierbei handelt es sich um sogenannte „Erfüllungsschäden".

  • Autor: Rechtsanwalt Dr. Claus Schmitz, München

    Die Symptomtheorie ist bestens „eingeführt". Gleichwohl unterlaufen in der Hektik des Alltags
    dem Baujuristen immer wieder Unschärfen in der Terminologie, wofür - nach einer Wiedergabe zentraler Aussagen des BGH - dieser Beitrag sensibilisieren möchte. Der Schwerpunkt des Beitrags liegt auf den vielfältigen Anwendungsfeldern der Symptomtheorie und vor allem den Problemfällen und Grauzonen, die bisher nur Gegenstand vereinzelter Diskussion waren. Dabei erweist sich, dass die Symptomtheorie in der Mehrzahl ihrer Anwendungsfälle eine Erleichterung für den Besteller bedeutet, sie sich im Einzelfall aber auch zu seinen Lasten auswirken kann.

  • Autor: Vorsitzender Richter am Landgericht Björn Retzlaff, Berlin

    Sind in einem Bauvertrag verbindliche Ausführungsfristen für den Unternehmer festgelegt, so ist
    deren Nichteinhaltung üblicherweise mit einer Vertragsstrafe sanktioniert.