Navigation öffnen / schließen

03/2014

Wir erklären ausdrücklich, dass wir in keiner Beziehung zu den Verlagen der bezeichneten Zeitschriften stehen und auch mit den Inhalten nichts zu tun haben. Es findet keine Verlinkung zu den Angeboten der Verlage statt. In der Online-Bibliothek werden keine Texte von Dritten übernommen, sondern nur Informationen über Zeitschrifteninhalte veröffentlicht.

  • Autor: Dipl.-Ing. Univ. Ralf Ertl ö.b.u.v. Sachverständiger, München

    Bei der Ausführung von Bauwerken und Bauteilen im Hochbau sind Abweichungen von den Nennmaßen unvermeidbar. Für eine Begrenzung der Maßabweichungen finden in der Regel die nach DIN 18202, Toleranzen im Hochbau, zulässigen Grenzabweichungen Anwendung. Parkbauten unterliegen einer Beanspruchung durch freies Oberflächenwasser. Damit verbundene Nachteile, wie beispielsweise Pfützenbildung, anhaltende Einwirkung chloridhaltiger Wässer auf Betonbauteile, Eisflächenbildung bei überfrierenden Pfützen etc., können mit einer gezielten Gefälleausbildung der wasserbeanspruchten Oberflächen vermieden werden. Der Beitrag zeigt auf, in welchem Umfang baupraktisch übliche Toleranzen für die Ausführung bei der Bemessung von Gefällesituationen zu berücksichtigen sind, um eine funktionierende Oberflächenentwässerung im gebrauchsfertigen Zustand auf Dauer sicherzustellen.

  • Autor: Barbara Gay, Fachanwältin Bau- und Architektenrecht, Düsseldorf; Kay Beyen, ö.b.u.v. Sachverständiger Stuckateurhandwerk, Düsseldorf und Sonthofen

    Wärmedämm-Verbundsysteme zählen zu den im Sinne des Bauordnungsrechtes nicht geregelten Bauarten. Solange für das System selbst keine Regelungen in Form einer europäischen oder nationalen Norm vorliegen, welche in die Liste der Technischen Baubestimmungen aufgenommen wurden, bedürfen WDVS eines bauordnungsrechtlichen Verwendbarkeitsnachweises. Die allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen (abZ) des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt) stellen diesen bauordnungsrechtlichen Verwendbarkeitsnachweis dar.

  • Autor: Dr. Horst Reul Büro für Bauchemie Illertissen-Tiefenbach

    Die Verfahren und die grundsätzlichen Konzepte bei der Festlegung von Grenz- und Richtwerten werden seit langem kontrovers diskutiert. Bereits 1988 wiesen Kortenkamp u.a. auf die Grenzwertfestlegung als politisches Instrument hin [21] und kritisierte Sievers das Konzept der Grenzwertfestlegung [22]. Bis heute hat sich an der Situation nichts geändert. Dies wird nun nachfolgend am Beispiel des Formaldehyds beschrieben.

  • Autor: Wolfgang Ernst, Präsident der Europäischen Vereinigung dauerhaft dichtes Dach ddDach e.V.

    Im Frühjahr 2012 sind enorme Schäden bei Kunststoff-Flachdachabdichtungen aufgetreten, die dem Ruf des Flachdaches wiederum stark geschadet haben.
    Erhebungen des ZVDH (2012) zeigen auf, dass die Schäden nur bei PVC-Kunststoffbahnen, bzw. Kunststoffbahnen mit PVC-Anteil aufgetreten sind. Schäden bei Dächern mit z.B.: FPO/TPO-, EPDM-, ECB-Abdichtungsbahnen, sowie Flüssigabdichtungen und Bitumenabdichtungen konnten nicht festgestellt werden. Bei PVC-Bahnen, bzw. Bahnen mit PVC-Anteilen war die Schadensanfälligkeit von homogenen Bahnen signifikant.

    »68,72% aller Schadensfälle waren Bahnen, deren Dicke < 1,5 mm betrug und keine Verstärkung/Einlage besaßen.« (ZVDH, 2012).

    Auf der Sachverständigen-Tagung im Oktober 2013 des ZVDH in Mayen kam man zu folgendem Ergebnis: »Alle (bisherigen) Untersuchungen klären nicht mit abschließender Sicherheit die spezifischen Gründe für das Schadensphänomen >Shattering<«.

    Aufgrund des Schadensbildes ist seit den 80er Jahren >Shattering< (Splitterung) in der Fachwelt ein Begriff für glasbruchartige Kälterissbildung bei Kunststoffbahnen (siehe Abbildung 1).

  • Autor: H. Venzmer J. von Werder, A. Rabenstein, R. Walzel und K. Breitenbach

    Rote mikrobielle Besiedlungen sind auf verschiedenen Oberflächen sichtbar, wie an der hier beschriebenen Kirche Mönkebude, auf Dachflächen und Baumrinden. Die mikrobiologischen Untersuchungen ergaben, dass es sich an der Kirche Mönkebude und auf den Baumstämmen um Grünalgen der Art Trentepohlia umbrina handelt. Die für Vergleichszwecke herangezogenen Proben von mikrobiell besiedelten Baumrinden und teilweise unter Wasser stehenden Dachabsperrbahnen ergaben, dass die mikrobiellen Besiedlungen auf den Baumrinden identisch zu denen der Kirche Mönkebude waren, wogegen die mikrobielle Besiedlung der Bahnen durch die Art Haematococcus pluvialis (auch Blutregenalge genannt) erfolgte, die eher auf Teichen und Pfützen vorkommt.

  • Autor: Ekkehard Wagner, Allersbe

    Glasbruch - nicht immer ist die Beurteilung und Ursachenerforschung einfach. Es gehört schon eine gewisse Erfahrung dazu, Glasbrüche und Glasschäden korrekt zu beurteilen und festzustellen, warum gerade dieser Bruch entstanden ist. Eine Vielzahl an Parametern muss beachtet und untersucht werden, um die Bruchursache feststellen zu können.

  • Autor: Clemens Hecht

    Im Jahre 1981 wurde eine erste Verordnung [3] der Stadt Wien im Umfang von neun Seiten veröffentlicht, wie WDVS zu verarbeiten ist. Zusätzlich wurden darin Produktanforderungen definiert. Diese Verordnung basiert auf Ergebnissen von Untersuchungen der Prüfstelle der Stadt Wien (Magistratsabteilung 39, MA39) aus den Jahren davor. Seit 1983 wird in Österreich durch die ÖNORMen (fortfolgend nach europäischen Regeln) WDVS immer als System geprüft und behandelt. Kerninhalt ist das Verständnis, dass diese Systeme in ihrer Gesamtheit geprüft und schlussendlich verarbeitet werden. Nur so kann die Sicherheit in jeder Hinsicht dauerhaft gewährleistet und die Verantwortungen für das WDVS (Planer, Systemhalter und Verarbeiter) eindeutiger definiert werden.

  • Autor: Dr. Thomas Hils, ö.b.u.v. Sachverständiger für Schallschutz, Bau- und Raumakustik, Wärme- und Feuchtigkeitsschutz Kaufering

    Der vorliegende Entwurf zur Neufassung der DIN 4109 vom November 2013 ist wahrlich kein großer Wurf! Nach nunmehr 25 Jahren, einer Vielzahl von Diskussionen in Fachgremien und diversen Ausschüssen sowie einem bereits vollständig zurückgezogenen Entwurf aus dem Jahr 2006, liegt nunmehr ein weiterer Entwurf der Norm auf dem Tisch, der erheblichen Verbesserungsbedarf aufweist.

  • Autor: Thomas Gabrio

    Stellungnahme zu den Veröffentlichungen »Schimmelpilzschäden sicher sanieren« von F. Deitschun und »Desinfektion bei Schimmelpilzbefall und die nicht haltbaren Argumente der Desinfektionsgegner« von B. Tielke in der Zeitschrift Der Bausachverständige, Heft 1/2014, S. 9 ff. bzw. 34 ff.

  • Autor: Carsten Nessler, Bausachverständiger & Immobiliengutachter Wiesbaden

    Der Autor untersucht den Begriff des Sachverständigen vor dem Hintergrund der unterschiedlichen fachlichen Aufgabenstellungen - mit Blick auf die Rechtsprechung zur Entschädigung des sachverständigen Zeugen.

  • Autor: Rechtsanwalt und Mediator Dr. Peter Hammacher, Heidelberg

    Der Autor beleuchtet die Prüf- und Hinweispflichten des Auftragnehmers, wenn der Auftraggeber selbst fachkundig oder durch Architektur- oder Ingenieurbüros beraten ist, und gibt Hinweise für die Praxis.

  • Autor: Alexander Tuschinski, Melita Tuschinski

    Bei Bauvorhaben im Bestand müssen Sachverständige auch die energetischen Anforderungen aus der Zeit der Errichtung des Gebäudes kennen und berücksichtigen. Bei Neubauten müssen Bausachverständige ebenso häufig im Hinblick auf die Bauinvestitionen auch die zukünftigen Anforderungen abschätzen. Der Beitrag erläutert am Beispiel des künftigen Niedrigstenergie-Standards für Gebäude was zu beachten ist und gibt eine Übersicht zur Entwicklung der Energiesparregeln für Gebäude als Arbeitshilfe für die Praxis.

  • Autor: Dipl.-lng.(FH) Franz Plückthun, München

    Der Autor zeigt, wie mit einem Instandsetzungskonzept faktische und rechtliche Praxisprobleme bewältigt werden können, wenn bei Sanierungsmaßnahmen die Einhaltung von Regelwerken nur schwer möglich ist.

  • Autor: Katrin Rohr-Suchalla, Tobias Schneider

    Das Bundesfinanzministerium hat als Reaktion auf eine BFH-Entscheidung vom 22.10.2013 (Az. V R 37/10) im Februar diesen Jahres wichtige umsatzsteuerliche Änderungen veröffentlicht, die besonders für Unternehmen der Bau- und Immobilienbranche relevant sind.

  • Autor: Frank Deitschun, ö.b.u.v. Sachverständiger für Schäden an Gebäuden, Bremen

    Bericht von den 40. Aachener Bausachverständigentagen

  • Autor: OLG Hamm, Urt. v. 12.09.2013 - 21 U 35/13

    1. Die Beurteilung, ob eine Pflichtverletzung unerheblich i.S.v. § 323 Abs. 5 Satz 2 BGB ist, erfordert eine umfassende Interessenabwägung, die die Bedeutung des Mangels und seinen Beseitigungsaufwand berücksichtigt. Hierbei kommt es auf die Umstände des Einzelfalls an, weshalb mit allein an den Mängelbeseitigungskosten orientierten festen Prozentsätzen (an sich) nicht gearbeitet werden kann.

    2. Nicht behebbare Mängel sind in aller Regel erheblich. Bei behebbaren Mängeln ist grundsätzlich auf die Kosten der Mängelbeseitigung und nicht auf das Ausmaß der Funktionsbeeinträchtigung abzustellen. Auf das Ausmaß der Funktionsbeeinträchtigung kommt es aber dann entscheidend an, wenn der Mangel nicht oder nur mit hohen Kosten behebbar oder die Mangelursache im Zeitpunkt der Rücktrittserklärung ungeklärt ist, etwa weil auch der Verkäufer sie nicht hat feststellen können.

  • Autor: OLG Koblenz, Urt. v. 08.06.2012 - 8 U 1183/10

    1. Der Begriff »Stoff« in § 645 BGB umfasst alle Gegenstände, aus denen, an denen oder mit deren Hilfe das Bauwerk herzustellen ist. Dazu gehört auch die stoffliche Umgebung, in oder auf der ein Werk errichtet werden soll.

    2. Bei den Bodenverhältnissen handelt es sich um einen Umstand, der als »von dem Besteller gelieferter Stoff« anzusehen ist. Der Boden muss deshalb tragfähig sein [Risiko des Bestellers]. Den Unternehmer trifft aber eine Prüfpflicht.
    3. Der Einwand, der Bauherr habe die Ausführung »so gewollt« lässt die Haftung des Unternehmers für Mängel nicht entfallen. Eine »Enthaftung« setzt vielmehr voraus, dass der Unternehmer dem Bauherrn die gravierenden Folgen seines Handelns vor Augen führt.

  • Autor: OLG Koblenz, Beschl. v. 27.03.2014 - 3 U 944/13

    Nach Ablauf der gemäß § 637 Abs. 1 BGB gesetzten Nacherfüllungsfrist steht dem Auftraggeber das Recht zur Selbstvornahme zu. Der Auftragnehmer ist dann ohne Zustimmung des Auftraggebers gehindert, die Nachbesserung noch vorzunehmen. Nach Ablauf der Frist ist der Auftraggeber nicht verpflichtet, die vom Auftragnehmer angebotene Nachbesserung vornehmen zu lassen.

  • Autor: BGH, Beschl. v. 06.02.2014 - VII ZR 160/12

    Mit der Abnahme kehrt sich die Beweislast für behauptete Mängel um. Da sich die Darlegungs- und Beweislast auch auf die Ursächlichkeit der Leistungen des Auftragnehmers für einen Mangel erstreckt, obliegt es nach der Abnahme grundsätzlich dem Auftraggeber nachzuweisen, dass festgestellte Mängel (hier: überhöhter Trittschallpegel) auf solche Arbeiten zurückzuführen sind, die der Auftragnehmer ausgeführt hat.

  • Autor: BGH, Urt. v. 01.10.2013 - VI ZR 409/12

    Zum Anscheinsbeweis, wenn es bei Heißklebearbeiten zur Verlegung von Bitumenbahnen in feuergefährdeter Umgebung zu einem Brand kommt.

  • Autor: OLG Stuttgart, Urt. v. 24.04.2012 - 10 U 7/12
  • Autor: OLG Koblenz, Urt. v. 05.12.2013 - 10 U 344/13
  • Autor: LG Wiesbaden, Urt. v. 27.09.2013 - 2 O 12/12

    1. Grobe Fahrlässigkeit im Sinne des § 839a Abs. 1 BGB liegt nicht vor, wenn verschiedene Sachverständige und Fachleute desselben Fachgebietes keine Einigkeit über die zu beurteilende Frage erzielen können.

    2. Der Geschädigte hat auch dann ein Rechtsmittel im Sinne des § 839a BGB i.V.m. § 839 Abs. 3 BGB unterlassen, wenn er es im Vorprozess versäumt hat, Einwendungen gegen das gerichtlich eingeholte Sachverständigengutachten hinreichend zu konkretisieren und deshalb einem Antrag auf Einholung eines Obergutachtens nicht nachgekommen wird. Hierfür ist es gegebenenfalls auch zumutbar, dass der Geschädigte einen Privatgutachter beauftragt.

  • Autor: OLG Naumburg, Urt. v. 01.08.2013 - 1 U 107/12

    Die Bestellung eines ungeeigneten, weil fachlich nicht ausreichend qualifizierten Sachverständigen ist eine unrichtige Sachbehandlung und führt dazu, dass die dadurch entstandenen Kosten nicht den Parteien auferlegt werden können, sondern niederzuschlagen sind.