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Der Bausachverständige 06/2016

Wir erklären ausdrücklich, dass wir in keiner Beziehung zu den Verlagen der bezeichneten Zeitschriften stehen und auch mit den Inhalten nichts zu tun haben. Es findet keine Verlinkung zu den Angeboten der Verlage statt. In der Online-Bibliothek werden keine Texte von Dritten übernommen, sondern nur Informationen über Zeitschrifteninhalte veröffentlicht.

  • Autor: Hans-Joachim Rolof

    Schäden am Oberboden werden häufig auf handwerkliche Fehler des Auftragnehmers zurückgeführt. Der nachfolgende Fachbeitrag zeigt auf, warum eine solche Zuordnung nicht immer zielführend ist: Auch Fehler der Estrichkonstruktion in Planung und Ausführung und vernachlässigte Aspekte der Bauphysik sowie kritisches Raumklima des Nutzers können der Auslöser solcher Schäden sein.

  • Autor: Michael Soretz

    Setzungen von Gebäuden geschehen aus unterschiedlichen Gründen. Eine nicht nur in diesem Jahr häufig aufgetretene Ursache ist das Schrumpfen des Fundamentuntergrundes. Dies kommt vor allem in Regionen mit tonigen oder tonhaltigen Böden vor. Wie kommt es dazu und welche Folgen ergeben sich daraus?

  • Autor: Dennis Ziegler

    Parkbauten zählen zu den Verkehrsbauten des »ruhenden Verkehrs«. Ähnlich wie andere Verkehrsbauten (z.B. Brücken) unterliegen auch Parkhäuser, Parkdecks und Tiefgaragen einer hohen Belastung durch Tausalze. Chloridionen aus dem Tausalz können im Stahlbeton zur Korrosion der Bewehrung führen. Bei älteren Objekten fehlt zumeist ein wirksamer Schutz gegen das Eindringen von chloridhaltigem Wasser in den Stahlbeton. Deshalb liegt bei zahlreichen Objekten dringender Instandsetzungsbedarf vor. Doch wie groß ist der tatsächliche Instandsetzungsumfang, ist jede Instandsetzung überhaupt erforderlich ? - Um den Umfang und das Konzept der Instandsetzung festlegen zu können, ist eine sorgfältige Bestandsaufnahme nötig. Falsche oder unzureichende Untersuchungen am Objekt, schlechte Beratung des Bauherren und leider auch der übertriebene Geschäftssinn von Instandsetzungsfirmen führen oftmals zu unnötigen, kostenintensiven Instandsetzungen oder aber auch zu unzureichenden Ausführungen mit hohen Folgekosten. In den nachfolgenden Abschnitten wird aufgezeigt, welche Untersuchungen in den jeweiligen Fällen tatsächlich erforderlich sind, und in welchem Umfang
    diese Untersuchungen - angepasst an das geplante Instandsetzungskonzept - durchgeführt werden müssen, um eine fachgerechte Planungsgrundlage zu schaffen. Dabei werden die Instandsetzungskonzepte des Betonersatzes und des kathodischen Korrosionsschutzes beleuchtet und die Wichtigkeit der Beratung des Bauherren angesprochen.

  • Autor: Joachim Schulz

    Vor ca. 16 Jahren war »Betonkosmetik« fast noch ein Fremdwort. In dieser Zeit hat der Betonbauer noch selbst versucht, Ausführungsfehler von sichtbaren Betonflächen auszubessern.
    Inzwischen gibt es einen ganzen Berufszweig, der sich mit der Betonkosmetik beschäftigt. Dabei handelt es sich meist um Spezialisten aus Restauratoren und Malern. Firmen wie beispielweise »Betonretusche« treten als professionelles Spezialunternehmen mit dem Schwerpunkt der Betonkosmetik in der Öffentlichkeit auf.

  • Autor: Claudius Schnee

    Das »Floating Buttering Verfahren« kommt immer häufiger auch bei Wärmedämm-Verbundsystemen sinnvoll zum Einsatz. Es stellt eine vernünftige Alternative zum Wulst-Punkt-Verfahren oder zum einfachen Kammbettverfahren dar. Die Vorteile dieses Verfahrens, gerade im Bereich WDVS, sind unschwer zu erkennen, gleich ob es sich hierbei um Klinkerriemchen, Brandriegel, Dämmplatten, Putzträgerplatten, Gurtgesimse oder Fensterbänke handelt.

  • Autor: Peter Bleutge

    Der Beitrag stellt die wesentlichen Neuerungen durch die aktuelle Neuregelung des Sachverständigenrechts in der ZPO vor.

  • Autor: Oliver Kontusch

    Dritter und letzter Teil einer Reihe zum Sachverständigenbeweis im Zivilprozess und zur Zusammenarbeit des Sachverständigen mit Gericht (Anschluss BauSV 512016, S. 48).

  • Autor: Hubertus W. Garchow

    Die Auslegung von DIN-Vorschriften obliegt als Rechtsfrage dem erkennenden Gericht; an fehlerhafte »rechtliche« Annahmen des Sachverständigen ist es nicht gebunden (OLG Koblenz, Urteil vom 16.5.2016, Az.: 1 U 204/14). Kann dies zur Befangenheit des Sachverständigen führen?

  • Autor: Steffen Hettler

    Der Beitrag befasst sich mit den Regelwerken der Raumakustik in rechtlicher Hinsicht.

  • Autor: Marcus Hirschfelder

    Der Beitrag widmet sich der Frage, wann überhaupt Bestandsschutz besteht und unter welchen Voraussetzungen dieser durchbrochen sein kann.

    Eine Ordnungsverfügung der Bauaufsichtsbehörden zur Umsetzung brandschutzrechtlicher Ertüchtigungsmaßnahmen kann für den Eigentümer eines Bestandsgebäudes erhebliche wirtschaftliche Folgen haben. Gerade bei älteren Gebäuden ist beispielsweise das Herstellen eines zweiten Rettungsweges häufig nur durch umfangreiche Baumaßnahmen zu realisieren. Regelmäßig stellt sich bei bestehenden Gebäuden in diesem Zusammenhang die Frage nach einem etwaigen Bestandsschutz.

  • Autor: BGH, Beschluss vom 27.4.2016 - VII ZR 105/14

    Erhält der Auftragnehmer zeitnah zur Verhandlung über den bereits geschlossenen Vertrag das darüber erstellte Protokoll und ist aus diesem die Abänderung des Vertrags zu erkennen, ist er verpflichtet, den Änderungen zu widersprechen, wenn er den Inhalt des Protokolls nicht gegen
    sich gelten lassen will.

  • Autor: BGH, Beschluss vom 13.7.2016 - VII ZR 46/16

    1. Wer einen (Werk-)Vertrag ohne Vertretungszusatz unterzeichnet, wird selbst Vertragspartner, wenn er nicht bei Auftragserteilung anderweitig deutlich macht, nur als Vertreter handeln zu wollen.

    2. Auch wenn ein Auftrag später umgeschrieben wird, ändert dies nichts daran, dass der Vertrag zunächst wirksam mit dem »Vertreter« zustande gekommen ist. Dieser wird durch
    die Umschreibung auch nicht aus seiner Stellung als Vertragspartner entlassen.

  • Autor: BGH, Beschluss vom 13.7.2016 - VII ZR 274/14

    1. Eine Anordnung des Auftraggebers i.S.v. § 2 Abs. 5 VOB/B ist eine eindeutige, die vertragliche Leistungspflicht des Auftragnehmers ändernde oder erweiternde Erklärung des Auftraggebers. Diese muss als eine auf den Vertrag bezogene und diesen abändernde Erklärung für den Auftragnehmer verpflichtend sein.

    2. Die Freigabe von Plänen, die der Auftragnehmer im Rahmen der ihm übertragenen Leistungspflichten zu erstellen hat, stellt keine Anordnung des Auftraggebers dar, wenn der Auftragnehmer abweichend vom vertraglichen Leistungssoll darin eine andere Ausführung als geschuldet eingetragen hat.

  • Autor: BGH, Beschluss vom 15.6.2016 - VII ZR 239/14

    Auch bei der Geltendmachung eines Kostenvorschussanspruchs ist eine möglichst genaue Kostenermittlung erforderlich.

  • Autor: KG, Urteil vom 9.10.2015 - 21 U 74/14

    Arglistig handelt nur derjenige, der bewusst einen Offenbarungspflichtigen Mangel verschweigt. Ein solches Bewusstsein fehlt, wenn der Mangel von seinem Verursacher nicht als solcher wahrgenommen wird.

  • Autor: OLG Jena, Beschluss vom 26.5.2016 - 1 W 238/16

    1. Die Zustimmung der Parteien bzw. die gerichtliche Entscheidung nach § 13 Abs. 2 JVEG zu einem Stundensatz für das Ausgangsgutachten erstreckt sich nicht ohne Weiteres auf sämtliche sich an das Ausgangsgutachten anschließenden gutachterlichen Tätigkeiten.

    2. Es ist grundsätzlich erforderlich, dass eine Zustimmung der Parteien bzw. eine gerichtliche Entscheidung nach § 13 Abs. 2 JVEG immer vor der jeweiligen Sachverständigentätigkeit erfolgt.

    3. Es ist grundsätzlich davon auszugehen, dass die Angaben des Sachverständigen über die benötigte Zeit für die Gutachtenerstellung richtig sind.

  • Autor: OLG Düsseldorf, Beschluss vom 9.6.2016 - 10 W 87/16

    1. Überschreitet die vom Sachverständigen begehrte Vergütung den Auslagenvorschuss um mehr als 20 % und hat der Sachverständige auf die Überschreitung nicht rechtzeitig hingewiesen, so ist die Vergütung mit dem Betrag des Vorschusses zu kappen.

    2. Die frühere Rechtsprechung, nach der die Kürzung der Vergütung des Sachverständigen unterblieb, wenn davon auszugehen war, dass es auch bei pflichtgemäßer Anzeige zu einer
    Fortsetzung seiner Tätigkeit gekommen wäre, ist durch die gesetzliche Neuregelung des § 8a Abs. 4 JVEG überholt.

  • Autor: OLG Düsseldorf, Beschluss vom 16.6.2016 - 10 W 89/16

    Vergütungsfestsetzungsbeschlüsse sind auch ohne Rechtsbehelfsbelehrung wirksam.

  • Autor: LG Stuttgart, Beschluss vom 16.6.2016 - 27 O 73/13

    Die Sorge der Befangenheit ist nicht begründet, wenn ein gerichtlicher Sachverständiger im Rahmen eines Kompetenzzirkels einen allgemeinen fachlichen Austausch mit einem Privatsachverständigen pflegt.