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Der Bausachverständige 05/2016

Wir erklären ausdrücklich, dass wir in keiner Beziehung zu den Verlagen der bezeichneten Zeitschriften stehen und auch mit den Inhalten nichts zu tun haben. Es findet keine Verlinkung zu den Angeboten der Verlage statt. In der Online-Bibliothek werden keine Texte von Dritten übernommen, sondern nur Informationen über Zeitschrifteninhalte veröffentlicht.

  • Autor: Matthias Zöller
  • Autor: Karl-Uwe Voß

    Kantenschäden an Pflastersteinen weisen ein erhebliches Streitpotenzial auf, weshalb die MPVA Neuwied GmbH in den letzten Jahren zwei Forschungsvorhaben zur prüftechnischen Bewertung der Kantenstabilität von Betonpflastersteinen durchgeführt und in [13], [14] über die Ergebnisse berichtet hat. Im nachfolgenden Artikel sollen darüber hinaus Hinweise zur
    sachgerechten Bewertung der technischen Mangelhaftigkeit und zu potenziellen Ursachen für auftretende Kantenschäden in Objekten, auch unter Berücksichtigung der Planung, Ausführung und Nutzung der Flächenbefestigungen, gegeben werden. Hierbei soll darüber hinaus klargestellt werden, dass die Ursache für die Entstehung von Kantenschäden an Pflastersteinen nicht zwangsläufig bei den Betonsteinherstellern zu suchen ist.

  • Autor: Dietmar Häßler

    Dokumentationen über die Planung und Ausführung von Bekämpfungsmaßnahmen als Teil der Qualitätssicherung sind für eine erfolgreiche Sanierung unerlässlich. Bei Misserfolgen sind Dokumentationen hilfreich, um Ursachen und Verantwortlichkeiten aufzuklären.

  • Autor: Joachim Schulz

    Mit der Ausführung eines Wärmedämmverbundsystems (WDVS) kommt es immer wieder zu ähnlichen Beanstandungen. Im Folgenden werden exemplarisch typische Mängel erläutert, deren Ursprung meistens schon im Planungsprozess liegt. Dieser Beitrag handelt speziell von Problempunkten, welche in oberen Abschlüssen (Traufen, Attiken, Balkonunterseiten) innerhalb der Fassadenfläche
    entstehen. Dies wird an sechs Fallbeispielen dargestellt.

  • Autor: Günther Brux

    Zum Verringern der Auswirkungen von Bränden wurden schon vor über fünfzig Jahren erfolgreich Brandbeschichtungen im Bauwesen verwendet, wobei die zu erwartende Lebensdauer der Beschichtungen und Bauteile von Gebäuden im Bestand allgemein nur grobe Schätzungen sind. Die
    Tragsysteme selbst haben im Mittel eine Lebenserwartung von etwa 60 bis 100 Jahren. Hier wird auf Möglichkeiten eingegangen, Schäden an solchen Beschichtungen möglichst frühzeitig zu erkennen und zu beseitigen und die Lebensdauer der Beschichtungen und Bauwerke zu verlängern.

  • Autor: Klaus W. König

    DIN und DWA sind die bedeutendsten Regelgeber zum Thema Regenentwässerung. Die Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen e.V. (FGSV), die Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e.V. (FLL) und die Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung e.V. (fbr) spielen eine Rolle, wenn es
    um Verkehrsflächen, Gründächer und Regenspeicher geht. Alle sind sich einig: Für die dezentrale Regenwasserbewirtschaftung ist es von Vorteil, wenn Niederschläge vor Ort bleiben, also genutzt werden, versickern oder verdunsten.

  • Autor: Thomas Duzia

    Als im November 2014 die novellierte DIN 4108-3 zum Wärmeschutz und der Energie-Einsparung in Gebäuden veröffentlicht wurde, enthielt diese Norm zum klimabedingten Feuchteschutz modifizierte Rechenansätze zum Glaser-Verfahren. Da es sich bei dieser Norm um eine der wenigen bauaufsichtlich eingeführten Normen handelt, sind die Vorgaben im Zuge der Planung anzuwenden und die Nachweise bereits im Bauantragsverfahren nachzuweisen. Diese Vorgabe stammt aus der Musterbauordnung (MBO) §3 Abs.3 Allgemeine Anforderungen. Diese allgemeinen Anforderungen besagen, dass die von der obersten Baubehörde durch öffentliche Bekanntmachung als technische Baubestimmungen eingeführten technischen Regeln zu beachten sind. So besagen ebenfalls die Vorbemerkungen zur Musterliste der technischen Baubestimmungen des Deutschen Instituts für Bautechnik (Fassung Juni 2015/Kontrolle Internetveröffentlichung l.2.2016), dass technische Baubestimmungen allgemein Temperaturverteilung verbindlich sind, und § 3 Abs. 3 der MBO beachtet werden muss. Zusätzlich wird noch ausgeführt, dass nur die technischen Regeln eingeführt werden, die zur Erfüllung der Grundsatzanforderungen des Bauordnungsrechts unerlässlich sind. Darüber hinaus darf die lokale Bauaufsichtsbehörde zur Erfüllung ihrer Aufgaben jedoch auch auf nicht eingeführte, allgemein anerkannte Regeln der Technik zugreifen.

  • Autor: Oliver Kontusch

    Zweiter Teil einer dreiteiligen Reihe zum Sachverständigenbeweis im Zivilprozess und zur Zusammenarbeit des Sachverständigen mit Gericht (Anschluss BauSV4/2016, S. 56).

  • Autor: Ingo Kern

    Insbesondere bei Reisen und touristischen Dienstleistungen hat sich das Pauschalangebot durchgesetzt. Vorliegend geht es nicht um die Rettung des konservativen Begriffs »Pauschale.« Er ist längst verloren gegangen an harte ökonomische Interessen im Chaos der Tourismusbranche. Im Werkvertragsrecht endet die vermeintliche Festpreisvereinbarung oft anders als gewünscht mit satten Zusatzkosten unverhofft an der türkischen Riviera neben einer Großbaustelle. Ausflüge sind sind nicht inbegriffen und Extrawürste mit Ketchup kosten mehr als bei Konnopke um die Ecke.

    ...

  • Autor: Katrin Rohr-Suchalla/Viviane Körner/Nikolai Schirmer

    Der Beitrag zeigt auf, welche Auswirkungen die Entscheidung des EuGH auf nationale Bauprodukte hat und welche Konsequenzen hieraus für die Rechtspraxis zu ziehen sind.

  • Autor: LG Ellwangen/Jagst, Urteil vom 10.6.2016 - 1 S 159/13

    a) § 7 Abs. 1 Satz 3 HeizkostenV (nebst der VDI-Richtlinie 2077 - Rohrwärme) ist entgegen seinem Wortlaut auch dann anzuwenden, wenn ungedämmte Heizungsrohre im Estrich bzw. unter Putz verlaufen.

    b) Bei einer Heizkostenabrechnung, die gem. § 7 Abs. 1 Satz 3 HeizkostenV nach der VDI-Richtlinie 2077 - Beiblatt Rohrwärme, erfolgt, braucht der Vermieter den Anteil der Niedrigverbraucher sowie die Standardabweichung nicht wiederzugeben.

    c) Der Vermieter muss auch nicht darlegen und erläutern, auf welche Weise er die für den Verbrauchsanteil der Wohnung anzusetzenden Werte im Einzelnen ermittelt hat.

    d) Der Mieter, der seine in einem zentralbeheizten Hause liegende Wohnung mit einer strombetriebenen Infrarotheizung beheizt, muss gleichwohl die Heizkosten für seine Wohnung tragen, die nach der HeizkostenV ermittelt werden.

  • Autor: Andreas Koenen

    Kaum ein Begriff der Bauwirtschaft ist so aktuell wie der des »Building Information Modeling«, kurz BIM. Hinter ihm verbirgt sich nicht weniger als eine digitale Revolution des Bauens, die nun auch Deutschland erreicht hat. Mit ihr wird es zukünftig nicht nur ein von allen Beteiligten genutztes dreidimensionales virtuelles Gebäudemodell, sondern eine vollständige Vernetzung der am Bau Beteiligten geben - von der Planung über die Herstellung bis zur Nutzung des Gebäudes. Nicht nur die baubetrieblichen Auswirkungen, sondern auch die Auswirkungen für Architekten und Baujuristen werden bereits intensiv diskutiert. Was aber bedeutet diese neue Planungsmethode für Bausachverständige? Mit dieser Frage beschäftigt sich der nachfolgende Beitrag.

  • Autor: BGH, Beschluss vom 15.6.2016 - VII ZR 266/16

    Ist davon auszugehen, dass mit einiger Wahrscheinlichkeit Schäden auftreten werden, muss der Auftraggeber nicht abwarten, sondern kann seine Mangelrechte gleich durchsetzen. Für die Annahme eines Baumangels reicht es aus, dass eine Ungewissheit über die Risiken des Gebrauchs besteht.

  • Autor: BGH, Urteil vom 13.7.2016 - VIII ZR 49/15

    Für eine Fristsetzung zur Nacherfüllung gemäß § 323 Abs. 1, § 281 Abs. 1 BGB genügt es, wenn der Gläubiger durch das Verlangen nach sofortiger, unverzüglicher oder umgehender Leistung oder durch vergleichbare Formulierungen - hier ein Verlangen nach schneller Behebung gerügter
    Mängel - deutlich macht, dass dem Schuldner für die Erfüllung nur ein begrenzter (bestimmbarer) Zeitraum zur Verfügung steht. Der Angabe eines bestimmten Zeitraums oder
    eines bestimmten (End)Termins bedarf es nicht. Ergibt sich dabei aus den Gesamtumständen, dass ein ernsthaftes Nacherfüllungsverlangen vorliegt, schadet es nicht, dass dieses in höfliche Form einer »Bitte« gekleidet ist.

  • Autor: OLG Hamm, Urteil vom 3.6.2016 - 12 U 99/15

    1. Das Verlangen einer Sicherheit nach § 648a BGB ist nur bei grobem Rechtsmissbrauch gemäß § 242 BGB ausgeschlossen.

    2. Die Sicherungsabtretung von Forderungen stellt regelmäßig keine ausreichende Sicherheit im Sinne des § 648a Abs. 1 Satz 1 BGB dar. Ihre Rückgewähr ist grundsätzlich erst nach Erhalt der Bauhandwerkersicherheit geschuldet.

    3. Dazugehörige Nebenforderungen im Sinne des § 648a Abs. 1 Satz 1 BGB sind auch später etwa auflaufende vertragliche Zinsen und Verzugszinsen, jeweils bezogen auf die abgesicherte Vergütung.

  • Autor: BGH, Beschluss vom 27.4.2016 - VII ZR 24/14

    1. Eine Änderung des Bauentwurfs bzw. eine Anordnung des Auftraggebers i.S. von § 1 Nr. 3 und § 2 Nr. 5 VOB/B liegt auch dann vor, wenn der Auftraggeber die Mehrkostenanmeldung des Auftragnehmers zurückweist, aber dennoch die Ausführung der geänderten Leistung verlangt.

    2. Liegt eine Anordnung des Auftraggebers zur Ausführung einer geänderten oder zusätzlichen Leistung vor, hat der Auftragnehmer auch dann einen Anspruch auf Mehrvergütung, wenn die Parteien vor Beginn der Ausführung keine Preisvereinbarung getroffen haben. Die Höhe der Vergütung richtet sich dann nach den Grundlagen der Preisermittlung (der Urkalkulation).

    3. Finden sich in der Urkalkulation keine hinreichenden Bezugspunkte für die Ermittlung der zusätzlichen Vergütung, ist diese nach den üblichen Preisen zu bestimmen.

  • Autor: OLG Celle, Urteil vom 8.6.2016 - 14 U 125/15

    Die Regelung in § 57 Abs. 2 Satz 2 HOAI 1996, wonach die Vertragsparteien ein Honorar als Festbetrag allein unter Zugrundelegung der geschätzten Bauzeit vereinbaren können, ohne insoweit die tatsächlich anrechenbaren Kosten zu berücksichtigen, ist von der gesetzlichen Ermächtigungsgrundlage in Art. 10 § 1 und § 2 MRVG nicht gedeckt und damit unwirksam.

  • Autor: BGH, Urteil vom 14.7.2016 - VII ZR 193/14

    Beauftragt der Besteller einen Architekten mit der Objektplanung für ein Gebäude und einen weiteren Architekten mit der Planung der Außenanlagen zu diesem Objekt, trifft ihn grundsätzlich die Obliegenheit, dem mit der Planung der Außenanlagen beauftragten Architekten die für die mangelfreie Erstellung seiner Planung erforderlichen Pläne und Unterlagen zur Verfügung zu stellen. Hat der mit der Objektplanung beauftragte Architekt diese fehlerhaft erstellt, muss sich der Besteller dessen Verschulden gemäß § 254 Abs. 2 Satz 2, § 278 BGB im Verhältnis zu dem mit der Planung der Außenanlagen beauftragten Architekten zurechnen lassen (Fortführung von BGH, Urteil vom 15.5.2013 - VII ZR 257/11).

  • Autor: OLG Koblenz, Beschluss vom 3.3.2015 - 5 U 2/15

    Der gerichtliche Sachverständige haftet nur dann für eine falsche Begutachtung, wenn die von ihm mitgeteilten Erkenntnisse Grundlage einer gerichtlichen Entscheidung geworden sind. Mangels Regelungslücke scheidet eine analoge Anwendung von § 839a BGB auch dann aus, wenn unter dem Druck eines ungünstigen Falschgutachtens ein später als unangemessen empfundener Vergleich geschlossen wird. In derartigen Fällen ist eine Schadensersatzpflicht des Gerichtsgutachters allenfalls unter den engen Voraussetzungen des § 826 BGB denkbar.