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Der Bausachverständige 03/2016

Wir erklären ausdrücklich, dass wir in keiner Beziehung zu den Verlagen der bezeichneten Zeitschriften stehen und auch mit den Inhalten nichts zu tun haben. Es findet keine Verlinkung zu den Angeboten der Verlage statt. In der Online-Bibliothek werden keine Texte von Dritten übernommen, sondern nur Informationen über Zeitschrifteninhalte veröffentlicht.

  • Autor: Dr.-Ing. Heinz Meichsner/Prof. Dr.-Ing. habil. Stefan Rohling
  • Autor: Dipl.-Ing. Henrik-Horst Wetzel

    In den zurzeit in Deutschland geltenden Gesetzen, Normen und Regelwerken gibt es sehr unterschiedliche Angaben zum Gefälle von Bodenflächen, welches bei Abdichtungen von Innenräumen vorzusehen ist. Entweder wird das Thema »Gefälle« überhaupt nicht angesprochen oder es werden konkrete Mindest- und zum Teil auch Höchstwerte genannt. Die Erfahrung hat gezeigt, dass vielen Baubeteiligten diese »Gefälleregeln« nicht immer vollständig bewusst sind. Hinzu kommt, dass nach dem im Dezember 2015 vorgestellten Entwurf der neuen Norm »Abdichtung von Innenräumen« [1] das Thema »Gefälle« so allgemein gehalten wird, dass dem Anwender dieser Norm die Risiken, die von einem unzureichenden Bodengefälle ausgehen können, nicht hinreichend vermittelt werden - Grund genug, sich dieses Themas in einem gesonderten Beitrag anzunehmen.

  • Autor: Dr.-Ing. Denis Kiltz

    Bei einer hochwertigen Nutzung von Untergeschossen (Räume in Betonbauwerken) sind besondere bauphysikalische Aspekte zu beachten, die über den reinen Stahlbetonbau hinausgehen. Im folgenden Beitrag werden zunächst die Grundlagen zur hochwertigen Nutzung von Untergeschossen diskutiert, anschließend die bauphysikalischen Grundlagen zur Feuchteabgabe in die Raumluft und zur Tauwasserbildung vorgestellt. Über die Anforderungen an Temperatur und Luftfeuchtigkeit, die sich aus der hochwertigen Nutzung ergeben, werden geeignete Baukonstruktionen zur Bekleidung von Bodenplatten und Wänden erläutert. Der Beitrag schließt mit Hinweisen zur Ausführung von hochwertig genutzten WU-Konstruktionen.

  • Autor: Dr. Andreas Tretter

    Ursache einer unerwünschten Blauverfärbung beschichteter Holzoberflächen ist nicht immer ein Befall durch verfärbende Pilze. Manchmal sind spezielle chemische Vorgänge Gründe für das unerwartete Auftreten visueller Störungen, die dann einen Reklamationsgrund darstellen, welcher irrtümlich zunächst einer Verblauung zugeschrieben wird (Pseudo-Bläue). Im Folgenden
    werden drei Fälle aus der Praxis beschrieben, wobei die Auslöser hierzu nicht biologischer Natur waren.

  • Autor: Dipl.-Ing. Bernhard Kopff

    An einem Einfamilienhaus in Holzrahmenbauweise aus dem Baujahr 1990 wurde bei der Montage eines Sonnensegels an einem französischen Balkongeländer ein Hausschwamm in der Westfassade festgestellt, weil sich der Balkon vom Haus löste.

  • Autor: Dipl.-Ing Norbert Becker

    Um eine Sanierungskontrolle (Freimessung) nach einer Schimmelpilzsanierung durchzuführen, bedarf es im Vorfeld einer klaren Definition des Sanierungsziels. Bis heute war der Sanierer
    eines Schimmelpilzschadens der jeweiligen Philosophie des Fachgutachters dahingehend ausgesetzt, welche mikrobiellen Belastungen dem Nutzer nach einem Schimmelpilzschaden zugemutet werden können.

  • Autor: Dr. rer. nat. Constanze Messal
  • Autor: Philipp Hummel

    Der Beitrag wurde als Vortrag auf der 5. Fachtagung »Der Bausachverständige« gehalten und befindet sich aufstand Mai 2015.

    Der Mangel eines Bauwerks oder dessen Ursachen lassen sich im Nachhinein häufig nur durch Öffnung der betroffenen Bauteile feststellen. Dahingehende Maßnahmen führen aber häufig unmittelbar zu einer Beschädigung des Bauwerks oder beinhalten das Risiko weiterer Verschlechterungen oder gar neuer Mängel. So muss beispielsweise für die Beurteilung der Materialgüte eine Probe entnommen oder die komplette Abdichtung freigelegt werden, um die Ursache von Feuchtigkeitserscheinungen zu ermitteln. Hierbei kann es dann zu weiteren Beschädigungen an den Abdichtungsbahnen oder zu neuen Mängeln beim Wiederverschließen der geöffneten Bauteile kommen. Weiter verkompliziert sich die Situation regelmäßig dann, wenn das in Rede stehende Bauteil nicht oder zumindest nicht der alleinigen Dispositionsbefugnis der Streitparteien unterliegt sondern im Eigentum Dritter steht, wie dies z.B. bei Streitigkeiten zwischen Bauträger und Erwerber über Mängel im Gemeinschaftseigentum der Fall sein kann.

  • Autor: Dr. Volkmar Wagner

    Am 18. April 2016 sind für europaweit durchzuführende Vergabeverfahren in Deutschland neue Regelungen in Kraft getreten.

    Betroffen sind alle Bauaufträge und Konzessionen ab einem Auftragswert von 5.225.000,- € netto und alle Liefer- und Dienstleistungen einschließlich freiberuflicher Dienstleistungen
    ab einem Auftragswert von 209.000,- € netto (für oberste und obere Bundesbehörden gilt ein niedrigerer Schwellenwert von 134.000,- € netto, für Sektorenauftraggeber ein höherer
    Schwellenwert von 418.000,- € netto). Die neuen Regelungen ändern die Struktur des Vergaberechts erheblich und bringen zugleich eine ganze Reihe von wichtigen Änderungen im Detail mit sich.

  • Autor: Karsten Meurer

    Der Beitrag befasst sich mit den Praxisproblemen, die aus einem EuGH-Urteil vom 16.10.2014 resultieren.

    Der EuGH hat mit Urteil vom 16.10.2014, Az. C 100/13, entschieden, dass CE-Normen nicht um weitere nationale Zulassungsvorschriften ergänzt werden dürfen. Eine CE-Kennzeichnung ist entsprechend Art. 4 der Bauproduktenrichtlinie eine uneingeschränkte Brauchbarkeitsvermutung für das Produkt, die jegliche nationale Beschränkungen dieser Vermutung verbietet. Das Urteil des EuGH ist ab dem 16.10.2016 uneingeschränkt für alle nationalen Regelungen anwendbar, die damit unwirksam werden.

    Aus diesem Urteil des EuGH resultieren einzelne Probleme, die im vorliegenden Artikel besprochen werden sollen.

  • Autor: BGH, Urteil vom 10.3.2016 - VII ZR 214/15

    Ein Unternehmer hat keinen Anspruch auf eine Sicherheit nach § 648a Abs. 1 Satz 1 BGB, wenn der Besteller Bauarbeiten an seinem Einfamilienhaus mit Souterrain ausführen lässt, und zwar auch dann nicht, wenn in der Souterraineinheit eine Rechtsanwalts- und Steuerberaterkanzlei betrieben wird.

  • Autor: BGH, Urteil vom 5.11.2015 - VII ZR 43/15

    Ein Vorbehalt der Vertragsstrafe bei Abnahme ist gemäß § 341 Abs. 3 BGB jedenfalls dann nicht erforderlich, wenn der Besteller bereits vor Abnahme die Aufrechnung mit der Vertragsstrafe erklärt hat und der Anspruch auf Vertragsstrafe infolgedessen bereits vollständig erloschen ist
    (insoweit Aufgabe von BGH, Urt. v. 4.11.1982- VII ZR 11/82).

  • Autor: BGH, Urteil vom 25.2.2016 - VII ZR 210/13

    1. Für die Beurteilung, ob ein Werk mangelhaft ist, kommt es nach einer durchgeführten Abnahme auf den Zustand des Werks zum Zeitpunkt der Abnahme an.

    2. Die Verletzung einer Prüfungs- und Hinweispflicht durch den Werkunternehmer ist kein Tatbestand, der eine Mängelhaftung begründen kann.

  • Autor: BGH, Urteil vom 28.1.2016 - I ZR 60/14

    Regelungen in Allgemeinen Geschäftsbedingungen eines Kranunternehmers, mit denen wie in Ziffer 20 Abs. 1 Satz 1, 2 und 4 der AGB-BSK Kran und Transport 2008 dem Auftraggeber einschränkungslos und ohne Festlegung von Mitwirkungspflichten des Kranunternehmers die Verantwortlichkeit für die Eignung der Bodenverhältnisse für den vereinbarten Kraneinsatz und
    die Verpflichtung, auf die Lage und das Vorhandensein von unterirdischen Hohlräumen am Einsatzort unaufgefordert hinzuweisen, auferlegt werden, benachteiligen den Auftraggeber
    unangemessen und sind deshalb unwirksam.

  • Autor: OLG Frankfurt/Main, Urteil vom 31.3.2016 - 6 U 36/15

    Zur ordnungsgemäßen Rechnungsprüfung im Rahmen der Leistungsphase 8 gehört es, dass der Architekt dem Bauherrn Zahlungsempfehlungen gibt. Hierbei hat der Architekt die ihm bekannten Abschlags- und Vorauszahlungen bei der Ermittlung des Zahlungsstands und bei seinen Zahlungsempfehlungen zu berücksichtigen, um eine Überzahlung des Bauunternehmers zu vermeiden.

  • Autor: OLG Köln, Urteil vom 24.2.2016 - 16 U 50/15

    1. Die Planung eines Architekten ist fehlerhaft, wenn ein Tiefgaragenstellplatz mit einem Mittelklassefahrzeug nicht ohne Inanspruchnahme eines anderen Stellplatzes befahrbar ist und der nach öffentlich-rechtlichen Vorschriften (§ 119 SBauVO-NW) vorgeschriebene Einfahrtsradius nicht eingehalten ist.

    2. Die Leistung eines Tragwerksplaners ist mangelhaft, wenn er das Versetzen einer tragenden Stütze aus statischen Gründen als »zwingend notwendig« bezeichnet, eine statische Notwendigkeit aber tatsächlich nicht besteht und durch das Versetzen der Stütze ein Tiefgaragenstellplatz nicht mehr den Anforderungen an die öffentlich-rechtlichen Vorschriften entspricht und mit einem Mittelklassefahrzeug nicht ohne Inanspruchnahme eines anderen Stellplatzes befahrbar ist.

  • Autor: KG, Urteil vom 20.11.2014 - 27 U 74/12

    Eine Leistungsverweigerung liegt nicht vor, wenn der Auftragnehmer das Vorliegen von Mängeln bestreitet und gleichzeitig Gesprächsbereitschaft erkennen lässt.

  • Autor: BGH, Urteil vom 31.3.2016 - III ZR 70/15

    1. Der vom Bauherrn mit der Prüfung der Standsicherheit nach § 59 Abs. 1 Satz 1, Abs. 3 Satz 1 der Hessischen Bauordnung (HBO) 2002 und der Bauüberwachung gemäß § 73 Abs. 2 Satz 1 der HBO 2002 beauftragte Sachverständige nimmt kein öffentliches Amt im Sinne von § 839 Abs. 1 Satz 1 BGB in Verbindung mit Art. 34 Satz 1 GG wahr. Zwischen beiden Personen wird ein privatrechtlicher Werkvertrag geschlossen.

    2. Dieser Werkvertrag bezweckt auch den Schutz des Bauherrn (Auftraggebers) vor Schäden aufgrund einer mangelhaften Baustatik. Er dient nicht allein dem Interesse der Allgemeinheit an der Einhaltung der öffentlich-rechtlichen Vorschriften des Bauordnungsrechts und ist nicht lediglich darauf gerichtet, eine Prüfbescheinigung zu erstellen, die gegenüber der Bauaufsichtsbehörde vorgelegt werden kann.